Neue Beiträge

Hier finden Sie eine Übersicht der je neuesten Beiträge der Zeitschrift. Zu den Vollartikeln folgen Sie bitte den Links.

 

Der Todestrieb als Maske der symbolischen Ordnung

Luigi Burzotta

Y – Z Atop Denk 2026, 6(9), 1.

Abstract: Wie Lacan im Seminar II gesagt hat: „die symbolische Ordnung strebt nach dem Jenseits des Lustprinzips, außerhalb der Grenzen des Lebens, und deshalb setzt Freud sie mit dem Todestrieb gleich. [...] Der Todesinstinkt ist nichts anderes als die Maske der symbolischen Ordnung, da er, wie Freud schreibt, stumm ist“. In diesem Vortrag aus dem Jahr 2017 kommt Luigi Burzotta mehrfach auf diese Aussage zurück und zeigt, wie der Todestrieb in Lacans Seminar VII anhand der symbolischen Ordnung erklärt wird. Zu diesem Zweck zeigt Burzotta auf, wie Lacan jedes Element des von Freud eingeführten psychischen Apparats in den Dienst der Logik des Signifikanten stellt. Im Zentrum des so neu formulierten psychischen Apparats steht das Ding, ein leeres und unerreichbares Zentrum, um das die Signifikantenketten kreisen, geschaffen durch jenes Reale, das aus der Entfremdung der ersten Begegnung mit den ersten Worten des Anderen hervorgeht. Am Ende seines Vortrags erörtert Burzotta, wie Lacans Aussage zu verstehen ist, wonach der so formulierte Todestrieb schöpferisch sein könne.

Keywords: Psychoanalyse, Todestrieb, Symbolische Ordnung, Lacan

Übersetzung: Gualtiero Badin

Veröffentlicht: 30.09.2026

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„Schiller schlucken“

Zur falschen Autorität einer ‚ästhetischen Suspension des Pädagogisch-Politischen‘

Jonas Borer

Y – Z Atop Denk 2026, 6(9), 2.

Abstract: Der Artikel diskutiert das Verhältnis von Ästhetik, Politik und Pädagogik. Ausgehend von ausgewählten Werken F. Schillers und dem Denken G. W. F. Hegels, wird dann mit G. Buck nachgezeichnet, wie sich dieses Denken in der ‚Bildungsideologie‘ des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts niedergeschlagen hat. Der Beitrag nimmt schliesslich Überlegungen von R. Comay und S. Žižek auf, um zu verdeutlichen, das politische Ereignisse und pädagogische Entfremdungserfahrungen weniger ästhetisch vorgebildet, als ästhetizistisch verdrängt und damit befriedet werden. Zweifelhafte Emphasen scheinbar des-entfremdeter Zustände sind die Folge. Ästhetische Theorie ist, so die These, immer auch Autoritätstheorie.

Keywords: Schiller, Hegel, Žižek, Entfremdung, Ästhetik Übersetzung: Gualtiero Badin

Veröffentlicht: 30.09.2026

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Von der Stadt und von manchen Wäldern

Velimir Ilišević

Y – Z Atop Denk 2025, 6(9), 3.

Abstract: Diese Auswahl kurzer Texte versammelt poetische Bilder, in denen sich die visuelle Sensibilität eines Malers in eine literarische Form überträgt, die Berlin gewidmet ist.

Keywords: Berlin, historische Ereignisse und Persönlichkeiten, Rhythmus der Stadt, künstlerische Sensibilität, poetische Bilder

Veröffentlicht: 30.09.2026

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