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Y – Übersetzungen

Die Rubrik Übersetzungen veröffentlicht Übersetzungen klassischer psychoanalytischer, philosophischer und kulturwissenschaftlicher Texte.

 

Der Todestrieb als Maske der symbolischen Ordnung

Luigi Burzotta

Y – Z Atop Denk 2026, 6(7), 1.

Abstract: Wie Lacan im Seminar II gesagt hat: „die symbolische Ordnung strebt nach dem Jenseits des Lustprinzips, außerhalb der Grenzen des Lebens, und deshalb setzt Freud sie mit dem Todestrieb gleich. [...] Der Todesinstinkt ist nichts anderes als die Maske der symbolischen Ordnung, da er, wie Freud schreibt, stumm ist“. In diesem Vortrag aus dem Jahr 2017 kommt Luigi Burzotta mehrfach auf diese Aussage zurück und zeigt, wie der Todestrieb in Lacans Seminar VII anhand der symbolischen Ordnung erklärt wird. Zu diesem Zweck zeigt Burzotta auf, wie Lacan jedes Element des von Freud eingeführten psychischen Apparats in den Dienst der Logik des Signifikanten stellt. Im Zentrum des so neu formulierten psychischen Apparats steht das Ding, ein leeres und unerreichbares Zentrum, um das die Signifikantenketten kreisen, geschaffen durch jenes Reale, das aus der Entfremdung der ersten Begegnung mit den ersten Worten des Anderen hervorgeht. Am Ende seines Vortrags erörtert Burzotta, wie Lacans Aussage zu verstehen ist, wonach der so formulierte Todestrieb schöpferisch sein könne.

Keywords: Psychoanalyse, Todestrieb, Symbolische Ordnung, Lacan

Übersetzung: Gualtiero Badin

Copyright: Luigi Burzotta | Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Veröffentlicht: 30.09.2026

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Colloque de médecine La Salpétrière (1966)

Jaques Lacan

Y – Z Atop Denk 2022, 2(12), 3.

Abstract: Lacan ließ nie davon ab, das Verhältnis der Psychoanalyse zu Psychiatrie und Medizin zu bedenken. So auch in folgender Vorlesung, die erstmals in Deutsche übersetzt wurde. Lacan fragt angesichts der rasanten Technologisierung der Medizin nach der Rolle des Arztes bzw. der Ärztin, die eben nicht (nur) die Rolle eine „Medizintechnikers“ sein darf. Er betont, dass jeder Arzt und jede Ärztin mit den Patienten in eine Übertragung eintritt, die ein Wissen unterstellt und in der sich sowohl der Anspruch auf Heilung artikuliert, wie auch ein verborgenes Begehren. Es ist dieses Begehren, das es zu dechiffrieren gilt. Insofern bekämpft die Psychoanalyse die Medizin nicht, sie begründet in ihr einen Platz, von dem aus sie in Frage gestellt werden kann. Die Übersetzung ist ein Beitrag zu der Y-Debatte, die danach fragt, in welchem Verhältnis Psychoanalyse und Medizin heute stehen.

Übersetzung und Kommentar: Michael Meyer zum Wischen, in Zusammenarbeit mit Béatrice Lefèvre-Ludwig

Danksagung: Mit Dank an Lutz Götzmann für das wertvolle Korrekturlesen

Keywords: Psychoanalyse, Medizin, Übertragung, Begehren, Wissen, Heilung

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